Zum Internationalen Tag des Gedenkens an
die Opfer des Holocaust am Donnerstag, 29.
Januar 2026, 18 Uhr im Dokuzentrum Nürnberg.
Ernst Grube wurde 1932 als Kind einer
jüdischen Mutter und eines kommunistisch
gesinnten Vaters in München geboren. Seine
Familie und er wurden von den
Nationalsozialisten entrechtet, ausgegrenzt
und verfolgt. Er musste in
Deportationslagern leben, den gelben Stern
tragen und wurde schließlich mit seiner
Mutter und Geschwistern in das Ghetto
Theresienstadt deportiert und dort am 8. Mai
1945 von Soldaten der Roten Armee befreit.
Nach 1945 engagierte sich Ernst Grube für
ein demokratisches, friedliches Deutschland,
gegen Remilitarisierung und atomare
Aufrüstung. Aktiv in Gewerkschaft, bei der
Internationale der Kriegsdienstgegner, in
der FDJ und KPD setzte er sich damit
erneuter Verfolgung in der Bundesrepublik
aus. Für sein lebenslanges Engagement gegen
Ausgrenzung und Unterdrückung zeichnete ihn
seine Heimatstadt München u.a. mit dem
Georg-Elser-Preis und mit der
Ehrenbürgerwürde aus.
Ernst Grube ist langjähriges Mitglied der
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
(VVN/BdA), gehört dem Präsidium der
Lagergemeinschaft Dachau an und ist
Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung
Bayerischer Gedenkstätten. Moderiert wird
das Zeitzeugengespräch von Birgit Mair vom
Institut für sozialwissenschaftliche
Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V.
Ort der Veranstaltung
Auditorium Dokumentationszentrum
Reichsparteitagsgelände
Bayernstraße 110
90478 Nürnberg
Eine Anmeldung wird empfohlen, per E-Mail
an
dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de